Eine fertige Schnitzeljagd ausprobiert - Bericht

Eine fertige Schnitzeljagd ausprobiert - Bericht

Wir haben die fertige Schnitzeljagd „Der Zaubertrank“ von Anyfox ausprobiert. Ich erzähle in diesem Erfahrungsbericht, wie es war.

Die Organisation einer Schnitzeljagd kann schnell zu einem aufwändigen Vorhaben werden. Damit sich der Vorbereitungsaufwand für die Organisator:innen in Grenzen hält, bieten wir mit unseren Handy-Schnitzeljagden fertige Abenteuer mit kniffligen Rätseln an. Die Spielleiter:in muss nach dem Kauf lediglich die Route festlegen und die Schatzkarte ausdrucken. Mehr Vorbereitung ist nicht nötig.

Macht so eine fertige Schnitzeljagd der Zielgruppe eigentlich Spaß? Das wollten wir wissen und haben uns ein paar Freund:innen mit ihren Kindern geschnappt und sie die Rätsel lösen lassen. Lese jetzt, wie die Schatzsuche angekommen ist:

Die Schnitzeljagd im Test:

In diesem Test probieren wir die fertige Schnitzeljagd „Der Zaubertrank“ aus.

Die Handy-Schnitzeljagd: „Der Zaubertrank“

Die Handy-Schnitzeljagd: „Der Zaubertrank“

Darum geht’s: Die Spieler:innen müssen das Rezept für den berühmten Glückstrank finden. Allerdings hat das Oberzauberteam bestimmte Zutaten verschlüsselt, damit der sagenumwobene Trank nicht in falsche Hände gerät. Clevere Rätselfans sollte das aber nicht aufhalten. Haben die Spieler:innen die 6 Rätsel gelöst, können sie sich mit ihrem persönlichen Lieblingsgetränk als „Glückstrank“ belohnen.

Zur Schnitzeljagd: „Der Zaubertrank“

Mit diesem Team testen wir die fertige Schnitzeljagd

Wir testen die fertige Schnitzeljagd mit einem Team aus 3 Erwachsenen (alle um die 40 Jahre alt). Mit dabei sind natürlich auch die Kinder im Alter von 2, 6, 8 und 10 Jahren. Der 8-jährige Junge macht mit seinem Papa häufig Geocaching-Touren und ist deshalb sehr rätselerfahren. Sein Papa ist bei unserem Test aber nicht dabei. Die anderen Großen lösen nach eigener Aussage nicht so häufig Rätsel.

„Der Zaubertrank“ ist als fertige Schnitzeljagd für Erwachsene gedacht. Deshalb fahren wir für den Test auf einen größeren Abenteuer-Spielplatz bei uns in der näheren Umgebung. Der Plan ist, dass die Kinder mit Spielen und Toben beschäftigt sind, während die Erwachsenen die Rätsel lösen. Natürlich bereiten wir die Kinder auf unser Vorhaben vor: Wer will darf mitraten, allerdings sollen sie nicht enttäuscht sein, falls die Rätsel doch zu schwer sind.

Die Vorbereitung der Schnitzeljagd

Auch wenn es sich um eine fertige Schnitzeljagd handelt, müssen im Vorfeld die Route festgelegt und die Schatzkarten ausgedruckt werden.

Die Marker müssen per Drag & Drop auf die Karte gesetzt werden.
Dafür folge ich zuerst dem Link in der E-Mail, die ich nach dem Kauf erhalte. Dieser Link führt in das Anyfox-Individualisierungsportal. Dort lege ich einen Teamnamen fest und plane die Route für unsere Schnitzeljagd.

Das ist einfach: Die Marker müssen nur per Drag & Drop auf die Karte gesetzt werden.

An den GPS-Koordinaten der Marker befinden sich später die Stationen der Schnitzeljagd. Die Spieler:innen müssen sich zu den Koordinaten begeben und bekommen dort dann jeweils das nächste Rätsel angezeigt. Die Marker setze ich am Laptop, am Handy würde das natürlich ebenfalls funktionieren. Die Route kann ich vor Beginn der Schnitzeljagd auch noch jederzeit ändern.

Im nächsten Schritt drucke ich für jede:n Spieler:in eine Schatzkarte aus. Da es sich bei der Schatzkarte um ein Zauberbuch handelt, muss ich …

Da es sich bei der Schatzkarte um ein Zauberbuch handelt, muss ich die 4 Seiten noch ausschneiden ... … die 4 Seiten noch ausschneiden …
... je zwei Seiten aufeinanderkleben, in der Mitte falten ... … je zwei Seiten aneinander kleben, in der Mitte falten …
... und ineinander stecken. Fertig. … und ineinander stecken. Fertig.

Da ich nicht ganz sicher bin, ob es an unserem Spielort eine gute Internetverbindung geben wird, bitte ich die Spieler:innen, sich die Anyfox-App vorab auf ihr Handy zu laden (kostenlos verfügbar im Google Playstore bzw. AppStore von Apple). Dieser Schritt ist aber nicht unbedingt nötig, da die App auch automatisch heruntergeladen wird, wenn die Spieler:innen den QR-Code auf der Schatzkarte scannen.

Mehr Vorbereitung ist nicht nötig. Nach den versprochenen 10 Minuten bin ich auch tatsächlich fertig.

Die fertige Schnitzeljagd „Der Zaubertrank“ spielen

Die Kulisse für unser Abenteuer.
Natürlich sind die Kinder neugierig auf unsere Schnitzeljagd und wollen erstmal mitspielen. Also rätseln wir am Anfang gemeinsam los. Der Spielplatz ist während der Schatzsuche eine schöne und sehr passende Kulisse für unser Abenteuer.

Die Rätsel der Handy-Schnitzeljagd

Die Rätsel der Handy-Schnitzeljagd ergeben sich immer aus einem Zusammenspiel zwischen Schatzkarte und Handy. In dieser Schatzsuche ist die Schatzkarte das Zauberbuch. Auf jeder Seite gibt es wichtige Informationen, die die Spieler:innen für die Lösung der Rätsel brauchen. Sie müssen immer wieder im Zauberbuch nachsehen, dürfen aber bei keinem Rätsel vergessen, dass sie auch auf ihrem Smartphone nach Hinweisen, die zur Lösung der Rätsel führen, suchen müssen.

Im ersten Rätsel muss das richtige Sternzeichen gefunden werden. Ist doch wohl klar, dass ein berühmter Glückstrank nur gebraut werden kann, wenn die Sterne richtig stehen, oder?

Nur wer Rätsel und App beachtet, wird das richtige Sternzeichen erraten. Siehst du die richtige Lösung???
Nur wer Rätsel und App beachtet, wird das richtige Sternzeichen erraten.

Schau dir das Bild genau an. Erkennst du die richtige Lösung?

Meine Test-Spieler:innen - Erwachsene genauso wie die Kinder - rätseln eine ganze Weile vor sich hin. Schließlich formuliert der 8-jährige Geocaching-Profi ganz schüchtern einen Lösungsansatz, der die Gruppe zum richtigen Sternzeichen führt. Spätestens an dieser Stelle hat dieses Kind richtig Feuer gefangen. Wir hatten ja angekündigt, dass die Rätsel eher für Erwachsene gedacht sind. Die hätten aber ohne seine Idee noch eine ganze Weile gebraucht.

Auf dem Weg zur nächsten Station schnappen sich die Kinder direkt eines unserer Handys, rennen vorneweg und versuchen schon die richtige Lösung zu finden, als wir „lahmen Enten“ endlich ankommen.

Die Lautstärke-Tasten helfen nicht. Aber was macht denn dieser Fleck dort auf dem Handy?
Die Spieler:innen werden mutiger und probieren mithilfe verschiedener Handy-Funktionen einen Ansatz für die Lösung zu finden.

Spoiler: Die Lautstärke-Tasten helfen nicht. Aber was macht denn dieser Fleck dort auf dem Handy?

Ein Blick ins Zauberbuch ist absolut notwendig!
Wie immer gilt: Ein Blick ins Zauberbuch ist absolut notwendig. Huch, da ist ja offenbar auch ein Fleck?

Dieses Rätsel wird mit einem Trick gelöst. Als die Spieler:innen den entdeckt haben, finden sie die richtige Zutat für den Glückstrank relativ schnell.

Im nächsten Rätsel ist Zauberkraut-Kunde dran:

Die Lautstärke-Tasten helfen nicht. Aber was macht denn dieser Fleck dort auf dem Handy?
Zauberkraut-Kunde ist ziemlich kompliziert. Die Spieler:innen müssen sich manchmal etwas merken, deshalb ist ein Stift für die Lösung dieses Rätsel sehr hilfreich.

In unserer Gruppe erlebt der kleine Rätselprofi an dieser Station eine Sternstunde: Er muss seine ratlose Mama darüber aufklären, wo der unsichtbare Glitzerling im Zauberbuch zu finden ist (ratet mal) und wie oft es ihn gibt. Die Lösung bleibt an dieser Stelle natürlich geheim, nur soviel sei verraten: Es muss schon ein bisschen um die Ecke gedacht werden. Am Ende löst die Gruppe dieses komplexe Rätsel gemeinsam. Auch die anderen Kinder tragen hochmotiviert wichtige Ideen und Hinweise zur Lösung bei.

Fröhlich rätselnd bewegt sich unsere Gruppe langsam über den Spielplatz. Zum Glück gibt es genügend Sitzmöglichkeiten für längere Rätselpausen, denn es dauert doch immer ein bisschen bis die Lösung gefunden ist. Die beiden Kleinen verlieren irgendwann die Lust und erkunden die Umgebung. Genau das war ja auch der Plan, schließlich testen wir eine fertige Schnitzeljagd für Große.

Die Fragen sind: Wieviel Schleim wird gebraucht und wie wird eigentlich Zaubermaß in Magiemaß umgerechnet?
Unser 8-jähriger Rätselprofi ist dagegen voll bei der Sache und untersucht den magischen Schleim sehr genau. Die Fragen sind nur,

  • Wieviel Schleim wird gebraucht? und
  • Wie wird das Zaubermaß in Magiemaß umgerechnet?

Mit Unterstützung der Großen kommt die Gruppe irgendwann auf die komplizierte Umrechnung. Ich bin beeindruckt. Das schafft nicht jede:r.

Beim letzten Rätsel kommt noch einmal der Stift zum Einsatz.
Beim letzten Rätsel kommt noch einmal der Stift zum Einsatz. Das Lösungswort führt zum Glückstrank.

Natürlich ergibt die Lösung kein echtes Rezept. Stattdessen dürfen sich alle Spieler:innen nach der Nennung des Lösungswortes - quasi als „Schatz“ - im nahegelegenen Café ein Getränk aussuchen. Das habe ich - während die anderen in ein Rätsel vertieft waren - heimlich mit dem Café-Team vereinbart.

Fazit zu unserem Schnitzeljagd-Test

Um zuerst unsere Anfangsfrage zu beantworten: Ja, die fertige Schnitzeljagd „Der Zaubertrank“ hat der Zielgruppe Spaß gemacht! Sie passt als Spiel super in so einen Tag, wenn die Gruppe Spaß am Rätseln hat. Hier noch ein ausführliches Fazit:

  • Vorbereitung: Wie versprochen war ich nach 10 Minuten mit der Vorbereitung fertig. In der Zeit habe ich die Route festgelegt, musste die Schatzkarten mit dem QR-Code ausdrucken und habe daraus für jede:n Spieler:in ein Zauberbuch gebastelt.
  • Schwierigkeitsgrad: Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel hat für unsere Konstellation aus 3 Erwachsenen und 4 Kindern super gepasst. Hätten nur Kinder gespielt, wären die Rätsel zu schwierig gewesen. Dadurch, dass alle gemeinsam nach den Lösungen gesucht haben, waren die Rätsel gut zu meistern. Es war schön zu beobachten, dass manchmal der entscheidende Ansatzpunkt für die Lösung von den Kindern und eben nicht von den Erwachsenen kam.
  • Dauer: Unser Rätselprofi hatte einen Lauf und hätte am liebsten noch weitergespielt. Für ihn war die Schnitzeljagd zu kurz. Für die anderen war die Dauer in Ordnung.
  • Geschichte: Die Kinder haben sich zwischendurch gefragt, ob sie am Ende wirklich einen Glückstrank brauen. Die Lösung mit dem Lieblingsgetränk aus dem Café am Ende hat für alle super gepasst und macht die Geschichte rund.
  • Technik: Die Nutzung der Anyfox-App ist einfach und intuitiv. Die Kinder haben noch schneller als die Erwachsenen damit angefangen, alle möglichen Aktionen wie schwenken, rubbeln und schütteln mit dem Handy auszuprobieren. Die Erwachsenen hatten manchmal Probleme mit der alphabetisch angeordneten Tastatur, aber am Ende haben sie jeden gesuchten Buchstaben gefunden.
  • Gruppengröße: Die Gruppengröße aus 7 Personen hat super gepasst. Es war allerdings von Anfang an klar, dass die Schnitzeljagd eher ein Spiel für die Großen wird.
  • Unterhaltungswert: „Mutti, Alter! Geil!“ Feedback von unserem 8-jährigen. Auch für die anderen war die Schatzsuche ein tolles Erlebnis. Sie hatten viel Spaß und fanden die Rätsel „zwar herausfordernd aber lösbar!“

Tipp: Ein Kindergeburtstag mit fertiger Schatzsuche

Für einen Kindergeburtstag mit jüngeren Kindern ab etwa 10 Jahren könnt ihr die Zauberer-Schatzsuche unserer Schwesterfirma AusgefuXt ausprobieren.

Die geliebte Zauberschule wird von einem bösen Zauberer, dessen Name nicht genannt werden darf, bedroht. Die Kinder müssen für die Rettung ihrer Schule ein Zaubertrank-Rezept finden. Sind am Ende der Schatzsuche die passenden Zutaten in der Schatzkiste, können die jungen Zauberlehrlinge den Zauberschul-Rettungs-Trank gleich selbst zusammenbrauen.
Darum geht’s: Die geliebte Zauberschule wird von einem bösen Zauberer bedroht. Die Kinder müssen für die Rettung ihrer Schule ein Zaubertrank-Rezept finden.

Sind am Ende der Zauberer-Schatzsuche die passenden Zutaten als Schatz in der Schatztruhe, können die jungen Zauberlehrlinge den Trank gleich selbst brauen.

Wir haben diese fertige Schatzsuche an einem 11. Geburtstag mit Kindern ausprobiert, den Erfahrungsbericht dazu gibt es hier. Der Vorbereitungsaufwand ist deutlich höher, weil die Hinweise, Rätsel und am Ziel ein Schatz (idealerweise mit den Zaubertrank-Zutaten, Süßigkeiten gehen aber natürlich auch) vorher vorbereitet und versteckt werden müssen. Dafür erleben die Kinder ein unvergessliches Abenteuer mit fertigen Rätseln, altersgerechten Aufgaben, vielen optionalen Ideen und einer schönen, zum Motto passenden Geschichte. Natürlich gibt es bei AusgefuXt auch viele andere fertige Schatzsuchen zu allen möglichen Mottos, zum Beispiel Piraten, Einhörner, Detektive uvm.

Wir hoffen, wir konnten dir mit diesem Erfahrungsbericht für die fertige Schnitzeljagd „Der Zaubertrank“ etwas helfen und wünschen dir und allen Mitspieler:innen viel Spaß bei eurem Abenteuer. ## Häufige Fragen und Kontakt {#faq}

Du hast eine Frage? Schreib uns gern eine E-Mail an info@anyfox.de. Vielleicht haben wir deine Frage aber auch schon in unserem „Handy-Schnitzeljagd-FAQ“ beantwortet:

Handy-Schnitzeljagd-FAQ

1. Organisatorische Fragen
2. Fragen zur Zielgruppe
3. Technische Fragen
4. Vergleich zu anderen Handy-Schnitzeljagden

Autorin